Das ist Nintendo Labo oder wie ich es gerne nenne: Next-Level Origami!

“What The Whaaa?!”, so oder so ähnlich hab ich geklungen, als Nintendo ihren neuesten Streich, Nintendo Labo aus dem Hut gezaubert hat.

Selbst ist der Gamer

Aber was hat nun mit Nintendo Labo auf sich? Und wieso meldet sich das Kind und der Tim Taylor in mir so laut?

Im Grunde ist Nintendo Labo ein DIY-Kit (Do It Yourself) für die Nintendo Switch. Man bastelt, im meinem Fall mit seinen zwei linken Händen, verschiedene Objekte, die Nintendo Toy-Cons nennt, aus einer vorgefertigten Pappschablone zusammen und steckt die Switch oder Joy-Cons hinein. Dadurch kann aus einem, scheinbar nicht gebleichten und recycelten Stück Pappe (Props an Nintendo, für den Umweltgedanken) Motorradlenker oder ein Angel-Controller geformt werden.

Wer es nicht so mit dem Angeln hat und seinen inneren Mozart fördern möchte, kann sich auch ein Klavier zusammenbauen.

Nicht musikalisch? No Problemo. Wie wäre es mit einem Roboter-Suite, den man sich umschnallt um so einen Transformer-ähnlichen Mech zu steuern?

Ich bin ehrlich. Ich war sehr skeptisch. Schließlich hat Nintendo, das Video mit der Unterschrift: “Entdecke ein brandneues, interaktives Nintendo Switch-Erlebnis für alle Kinder – auch die größeren unter uns.” angekündigt.

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Ich war nicht gefasst, das Big N mit einer Cardboardlösung einen nuklearen Angriff auf mein Hirn verüben wird.

Die Idee ist auch nicht neu. Das bekannteste Beispiel, wie man aus einem Stück Pappe ein nützliches Gadget bauen kann, hat Google mit der Cardboard-VR “Brille” gezeigt. Mit dieser DIY-Brille konnte man sein Smartphone innerhalb von fünf Minuten (in meinem Fall 30 Minuten) in eine nützliche VR-Brille verwandeln.

Next-Level Origami

Und genau so wie bei Googles Cardboard-VR Brille, nützen die Labo-Kits sämtliche Sensoren und Eigenschaften der Switch extrem Klever aus.

Seit dem Launch der Nintendo Switch, habe ich mit Spannung darauf gewartet, wie Nintendo die Infrarotkamera des rechten Joy-Cons verwenden wird. Jetzt weiß ich es endlich.
Ein Beispiel: Vorhin habe ich erwähnt, dass ein Klavier gebaut werden kann. Die Konsole wird vor die Tasten gestellt und der rechte Joy-Con, der die Infrarotkamera beinhaltet, in das Klavier hineingesteckt. Die Kamera erfasst jeden Tastendruck, übermittelt diese an die Konsole, die den richtigen Ton abspielt.

Leider kein billiger Spaß

Ein altes Sprichwort besagt: “Wo Licht ist, ist auch Schatten”.
Und so sehr ich auch die Idee hinter Nintendo Lobo feiere: Günstig ist etwas anderes!

Zum Launch am 27. April, wird es zwei Baukästen geben. Zum einen das Multi-Set, dass die Nintendo Switch Software, das Toy-Con-RC-Auto, Toy-Con-Angel, Toy-Con-Haus, Toy-Con-Motorrad und das Toy-Con-Klavier beinhaltet und für 69,99 USD (ca. €59) den Besitzer wechselt.

Und zum anderen das Robo-Set. Dieses beinhaltet “nur” den Robo-Suite samt Nintendo Switch Software und geht für 79,99 USD (ca. €66) über den Ladentisch.

Was haltet ihr von Nintendo Lob? Genial oder etwas für die Altpapier-Tonne? Lasst es mich unten in den Kommentaren wissen.