Als Gamer hat man es heutzutage nicht leicht. Nach wie vor werden Videospiele als Hauptgründe für Aggressivität, schulisches Versagen, Vereinsamung und vielen anderen Verhaltensstörungen zugewiesen. Neben der vermeidlichen aggressionsteigenden Wirkung ist das die  potenzielle Suchtgefahr dieses Mediums, dass was mir am meisten auf’s Gemüt schlägt! Leider ist dies kein Mythos, sondern Realität!

Videospielesucht ist zwar nicht offiziell anerkannt, dennoch existieren Statistiken die besagen das ca. 15% aller spielenden Teens und Tweens, Anzeichen einer solchen Sucht aufzeichnen.

Typische Symptome sind: Ignorieren von Nahrung, Freunde, Familie, Schule bzw. Beruf und der natürliche drang der täglichen Nachtruhe! Einige Ärzte gehen sogar soweit das man Videospielsucht mit der anhängigkeit zu Heroin vergleichen kann! Diesen vergleich finde persönlich  sehr hart und etwas an den Haaren herbeigezogen, aber was soll man tun!

Das jüngste Beispiel: Ein 18 jährigen Koreaners, der nach einem zwei Tage Diablo 3 Marathon, in einem gemieteten Raum eines Internet Cafés von einem Mitarbeiter gefunden wurde, kurz danach zusammenbrach und anschließend verstarb, sind leider keine Einzelfälle – aber auch die Ausnahme!

Besonders gefährdet sind MMO und (Online) FPS Spieler und dies hat einen ziemlich nachvollziehbaren Grund: Diese Spiele haben kein klares Ende! Sie verlangen ein verhältnismäßig großes Maß an Zeit und Durchhaltevermögen und animieren den Spieler durch „kleine“ Errungenschaften immer weiter zumachen!

Prinzipiell ist jeder gefährdet, dennoch gibt es Risikogruppen:

  • Männer
  • Personen mit einer psychischen Störung wie Despression
  • Personen mit unüblich viel Freizeit (z.b. Langzeit Krankgeschriebene, Arbeitslose)
  • Kinder und Jugendliche mit

Videospiel Sucht ist real, sie kann aber durch „Qualitytime“, in form von regelmäßig „realen“ Kontakte mit anderen Personen, durch Sport, Arbeit oder jede andere Tätigkeit, die einem weg vom Screen bringt, verhindert werden. Dennoch würde ich mich selber verleugnen, wenn ich jetzt einen auf Prediger mache! Ich selber zocke manchmal ein paar Stunden am Stück.. und das ist nichts Schlimmes!

Falls ihr nun persönlich betroffen oder jemanden kennt der betroffen sein könnte, dann ist ein Gespräch des Rätsels Lösung! Es ist nichts dabei, also keine Falsche scheu! In Österreich könnt ihr euch an Rat auf Draht oder Telefon Seelensorge, in Deutschland an die TelefonSeelensorge oder in der Schweiz die Die Dargebotene Hand , wenden!