Happy Birthday, GameCube

Wisst ihr noch, was ihr am 3. Mai 2001 gemacht habt? Ich schon, ich habe Schule geschwänzt (Sorry Mam) und bin damals vor DEM Videospielladen in Wien, dem Powerplay in der Stumpergasse gesessen und habe sehnsüchtig auf die Ladenöffnung gewartet. Nachdem meine Eltern überhaupt kein Verständnis hatten, das ich noch eine weitere Konsole benötige, habe ich einfach hardcore gefastet! Ich war so heiß auf das Teil, dass ich über einen Monat mein Jausengeld gespart habe und kaum was in der Schule gegessen habe.  Und dann war es so weit: 09.00h die Türen gehen auf und 5 Minuten später hatte ich endlich meinen schwarzen GameCube.

Es ist ja kein Geheimnis: Ich bin ein kleiner Nintendo Nerd! Folglich habe ich nur banalste News um den GameCube, damals noch bekannt unter Project Dolphin, aufgesaugt wie Schwamm.

Die ersten Techdemos, wurden ca. 1 Jahr zuvor auf der Nintendo eigenen Messe namens Spaceworld der Öffentlichkeit präsentiert! Hier wurden mehrere Videos gezeigt, welche die Leistungsfähigkeit des GameCube zeigen soll. Zwei Demos hatten so einen immensen Impact, dass diese zehn Jahre später nach wie vor Bedeutung haben. Konkret geht es um Mario 128 und die Zelda Techdemo!

Mario 128 war eine Techdemo die gleich mehrere “neue” Technologien präsentiere, welche im Laufe der Zeit in verschiedenen AAA Nintendo Games, wie Pikmin, Mario Galaxy und The Legend of Zelda: Twighlight Princess Einzug gefunden haben.

 

Bei der nächsten Demo handelt es sich um die vielleicht am heftigsten diskutierte Nintendo Veröffentlichungen aller Zeiten. Die Zelda Techdemo. Angelehnt an eines der wegweisenden und besten Spiele überhaupt: Ocarina of Time! Hier zeigt Nintendo eine Szene eines Kampfes mit Link gegen Ganondorf (mit einem Cliffhanger). Wie wir nun wissen, würden diese Spiele bzw. Szenen nie in einem Spiel auftauchen und sollten eben nur die grafische Leistungsfähigkeit des GameCube demonstrieren. Mehr dazu gibt es in Kürze.

TECH TECH TECH

Vor jedem Konsolenlaunch warten alle Gamer ganz gespannt auf die Technischen Specs der Konsole. Der GameCube ist bis dato (keine Ahnung, wie es mit der WiiU wird) die letzte Konsole von Nintendo die beim “Wettrüsten” um die stärkste Hardware mitgemacht hat.

 Angetrieben von einer IBM PowerPC CPU @ 486 MHz, namens “Gekko” und einer damals noch ATI (heute AMD) GPU mit dem Namen “Flipper”, reihte sich Nintendo technisch zwischen der Playstation 2 und der XBOX ein.

Nachdem Nintendo auch offen gesagt, viel Mist mit ihrer Abneigung gegen CDs gebaut hat, schlossen sie eine Kooperation mit Panasonic ein, um Spiele auf spezielle GameCube Discs herstellen zu können. Diese Discs basierten auf herkömmlichen DVD’s, waren aber wesentlich keiner. Der Vorteil dieser Discs war, dass Nintendo keinen Cent an Lizenzkosten an das DVD-Forum zahlen musste – im Gegenzug konnte der “normale” GameCube keine DVDs abspielen.

Panasonic erhielt dafür die Rechte, eine modifizierte GameCube Hardware auf den Markt zu bringen. Mit dem Panasonic Q, brachte der japanische Konzern eine recht fette (leider nur in Japan) Konsole auf den Markt die auch DVDs abspielen konnte!

Zubehör

So innovativ der N64 Controller mit seinen Expansion Slot und dem Analog Stick auch war … er war einfach seltsam. Infolgedessen hat Nintendo das Controller Design komplett überarbeitet und orientierte sich an das Playstation Pad. Eine heute ganz normale, aber damals wirklich große Neuerung war der kabellose Controller mit dem passenden Namen: Wavebird, der einige Jahre danach auf dem Markt kam. Der Wavebird war der erste massentaugliche Funkcontroller, der für eine Konsole hergestellt wurde und den Weg in die Verkaufsregale fand.

Der coolste “Controller” wurde aber mit Donkey Konga vorgestellt: der Bongo Controller – ja ganz recht, zwei Bongos! Offiziell wird der Controller leider nur von fünf Spielen unterstützt! In den Bongos befindet sich ein Mikrofon, dass auf laute Geräusche reagiert! 

GameCube hearts GBA

Mit gleich zwei Erweiterungen demonstrierte Nintendo die Verbundenheit zwischen GameCube und GBA. Zum einen mit dem GameBoy Player, der es ermöglichte Gameboy, Gameboy Color und Gameboy Advance  mit dem Fernseher zu koppeln und Klassiker darauf zocken konnte und das sogenannte GBA Connectiviy Kabel! Lange vor der WiiU und Apple AirPlay, wurde der Gameboy zu einem eigenständigen Controller. Auf dem Screen wurden dann nützliche Infos wie die Map, Inventory oder Status Infos dargestellt. In einigen Fällen konnten bestimmte Extras in Spielen somit freigeschalten werden oder gar Minigames auf den GBA geladen werden.

Es sollte nicht sein

Ich kann aus meiner Warte nur sagen, der GameCube war eine coole, leider oft missverstandene Konsole. Auch hier hat Nintendo viele Fehler, wie der fehlende Online Support, begannen und rutschte somit auf Platz 3, hinter Microsofts XBOX und Sonys Playstation 2.

Dennoch wird der GameCube immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, nicht zuletzt da ich fast einen Monat lang, kurz vor dem Hungertot war 😉

Im nächsten Teil geht es um das Wichtigste: Games! Meine Top 10 Titel die ich bis zum geht nicht mehr gezockt habe und somit einen Haufen “fetz’n” kassiert habe!

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Cube gemacht? Hattet ihr einen oder wart ihr ein Cube-Hater?

Signing off,
Phill

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