Grey Goo – Ein Lichtblick unter der eher Mager ausfallenden Echtzeitstrategie Auswahl?

Review


Grey Goo – Ein Lichtblick unter der eher Mager ausfallenden Echtzeitstrategie Auswahl?

Derzeit sieht es im Echtzeitstrategiegenre ja eher Mager aus. Der letzte gute Titel aus dieser Richtung war Starcraft 2, und das ist ja nun schon eine ganze Weile her. Nun versuchen die Command & Conquer Veteranen von Petroglyph eine Rückkehr mit unkomplizierten Panzerschlachten, ganz so wie wir es von früher kennen.

„Grey Goo“ ist nicht gerade der berauschendste Spielname, den es gibt, jedoch verbirgt sich dahinter ein solides Strategiespiel. Dabei wird nicht versucht, den Genrekönig Starcraft 2 zu kopieren, sondern bewusst das genaue Gegenteil getan. Es gibt keine aktivierbaren Fähigkeiten auf den Einheiten und kaum Micro Management.

Also heftiges herumklicken bleibt uns als Spieler erspart. Ganz wie in den guten alten Zeiten setzt man hier auf Makro statt Micro. Sprich gutes Ressourcenmanagement ist gefragt. Um in Skirmish Gefechten erfolgreich zu sein, ist es nötig schnell zu expandieren und so mehr Ressourcen auf das Konto zu bekommen. Also kurz und knapp gesagt: Ressourcen sammeln, Panzer aus den Fabriken aufpumpen und pushen.
Klingt vielleicht langweilig, doch unter diesem simplen Spielprinzip verbirgt sich eine richtige RTS-Perle!

 

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Die Story

Im Verlauf der Story treffen die drei großen Fraktionen aufeinander. Die Beta Aliens, die zu den Sternen reisen wollen, eine Expedition der Menschen und die namens gebenden Grey Goo. Natürlich, wie es sich für einen zünftigen Erstkontakt gehört, hauen sich die Menschen und die Beta erst mal gehörig gegenseitig auf’s Fressbrett!
Während sich die beiden Parteien in den Haaren liegen, bemerken sie nicht, dass sich eben das Grey Goo auch auf dem Planeten breitmacht. Bei den Goo handelt es sich um Nanomaschinen, welche den Planeten kurzerhand verschlingen wollen.
Jede der drei Fraktionen hat fünf Missionen, also gesamt 15 Missionen für die Kampagne. Leider bleiben die Charaktere in der Kampagne ohne richtigen Tiefgang, da es sich meist um die typisch patriotisch angehauchten Soldaten handelt. Aber hey die Story in einem RTS ist nicht das wichtigste, sondern der Multiplayer.

Im Multiplayer liegt die Würze

Hierzu muss ich vornweg allerdings sagen, dass eindeutig Karten fehlen. Gegenwärtig gibt es gesamt sieben Karten für bis zu vier Spieler. Also hier kann noch etwas nachgeliefert werden. Wie bereits erwähnt, ist es in einem Skirmish oder Multiplayer Match wichtig früh zu expandieren, also einen Ressourcenausenposten zu errichten. Hierbei hat jede Fraktion eine Eigenheit. Die Beta´s können z.B. relativ einfach expandieren, indem sie ihre Knotenpunkte absetzen und so einfach an beliebigen Stellen auf der Karte Expansionen errichten. Die Menschen müssen all ihre Gebäude mit einem Stromnetz versorgen, wodurch Weitläufiges expandieren nicht so einfach ist, das Aufziehen einer dicken Festung hingegen funktioniert tadellos. Die Goo hingegen haben gar keine Gebäude.

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Diese Biester haben nur einen großen „Goo Mutterschleim“ welcher sich über die Ressourcenfelder steuern lässt und sich in weitere Mutterschleime aufteilt. Diese aufgespaltenen Muttergoos lassen sich in Kampfeinheiten mutieren. Also es hebt sich wirklich nur die Goo Fraktion von den anderen beiden deutlich ab. Einheiten technisch ist leider nicht viel Abwechslung geboten. Die Beta´s und die Menschen haben im Prinzip dieselben Einheiten, welche sich nur minimal unterscheiden aber genau denselben Zweck erfüllen. Die meisten Unterschiede findet man aufseiten der Goo, wie etwa die Artillerie, die sich auf Bergen festsetzen und von oben herab feuern kann. Helden oder aktivierbare Spezialfähigkeiten fallen hingegen ganz weg. Das würde ja auch wieder das angestrebte Spielgefühl zerstören.

Conclusion

„Grey Goo“ ist für mich als Strategiesspiel-Fan ein kleiner Lichtblick, dass wieder mehr Spiele für dieses Genre erscheinen. Durch das oldschoolige Spielgefühl fühlt sich Grey Goo einfach vertraut an und man kommt sofort in den Flow. Grey Goo ist für rund 40 Euro im Handel und über Steam erhältlich!



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