Volldampf voraus mit „Code Name: S.T.E.A.M.“

Review


Volldampf voraus mit „Code Name: S.T.E.A.M.“

Es ist noch gar nicht so lange her, da erschien auf der Virtual Console der Wii U der Runden-Strategie Hit Fire Emblem: The Sacred Stones. Wie damals schon erwähnt, steckt hinter diesem Strategiemeisterwerk der Entwickler Intelligent Systems. Das Entwicklerstudio produziert übrigens schon seit dem Famicom Spiele. Mit Code Name: S.T.E.A.M. für den New Nintendo 3DS beweisen die Entwickler ein weiteres mal ihr Geschick in diesem Genre.

Steampunk, Außerirdische und Comic-Optik!

Code Name: S.T.E.A.M. gibt es sowohl für den 3DS als auch für den New 3DS, spielt man mit letzterem, bekommt man bestimmt den verbesserten 3D-Effekt des Geräts in seiner wunderbarsten Form präsentiert. (Die Rede ist hier von dem fixierten 3D, auch wenn man mal den Blickwinkel ändert.) Doch auch mit ausgeschaltetem 3D taucht man in ein farbenfrohes viktorianisches Steampunk-London ein. Das Spiel hat ein wirklich tolles Intro, schickes Comicflair und sogar eine Sprachausgabe!

Beim Gameplay selbst ist es wichtig, nicht zu kopflos an die Sache ranzugehen. Die Steuerung über die Third-Person-Perspektive verleitet quasi dazu, in feinster Rambo-Manier loszustürmen und den Aliens den Garaus zu machen – wer allerdings so spielt, wird ziemlich schnell ins Gras beißen.

CodeNameSTEAM_Characters

Diese Helden haben Vergangenheit

Man befehligt übrigens keine 08/15-Patrioten, sondern ziemlich cool designete und charismatische Soldaten, welche im Auftrag von good old Abraham Lincoln die einfallenden Alien-Horden zurückschlagen sollen. Ein Großteil der Charaktere sind Anspielungen auf Figuren aus der Literatur und der amerikanischen Geschichte und verfügen über einzigartige Fähigkeiten. Neben dem Protagonisten Henry Fleming tauchen so z. B. auch Tom Sawyer, Randolph Carter (ein Alter-Ego von Autor H. P. Lovecraft) oder Tiger Lily im Spielverlauf auf – Letztere kann ihre Kameraden heilen und einen Vogel als Späher einsetzen.

An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel von den Figuren vorwegnehmen. Wer jedoch nicht mit diesen liebevoll gestalteten Maxerl’n spielen möchte – oder nicht auf Nintendo-typische Charaktere verzichten will – der kommt ebenso auf seine Kosten: Hier kommt die, im ersten Absatz bereits erwähnte, Vergangenheit des Entwicklerstudios und ihr Titel Fire Emblem zum Tragen. Es ist möglich, mittels Amiibo-Figuren mit den Charakteren Marth, Lucina, Ike und Daraen zu spielen. Die vier Helden kommen alle mit einem schicken 3D-Model und eigenen Fähigkeiten daher.

CodeNameSTEAM_FireEmblemAmiibo

Fortbewegung per Dampfwolken

Wie wir es aus der Runden-Strategie gewohnt sind, werden unsere Figuren über ein Raster von Feldern gesteuert. Als Ressourcen dienen uns kleine Dampfwölkchen, welche es uns ermöglichen, eine bestimmte Entfernung zurückzulegen und anzugreifen. Hier gilt es gut abzuschätzen: Zwischen der Entfernung welche man zurück legen will, wie oft man angreifen möchte und – ganz wichtig – ob man seine Figur nach dem Angriff noch in Deckung bewegen möchte. Man sollte also auch immer ein Auge auf die Karte haben ob eine Treppe vorhanden ist, denn über eine erhöhte Ebene lässt sich das Terrain besser überblicken und Feinde bzw. Schätze ausspähen – denn eine Vogelperspektive auf Knopfdruck gibt es nicht.

Spart man sich nach dem Zug einige Wölkchen auf, kann die Figur in den Wach-Modus gehen. Das Gameplay-Element ist bereits aus XCOM bekannt: Der Charakter geht selbstständig in den „Bereitschaftsmodus“ und läuft ein Feind in Schussweite vorbei wird er automatisch aufs Korn genommen. Das ist besonders hilfreich, denn Angriffe aus dem Hinterhalt verursachen mehr Schaden und somit lassen sich Feinde gezielt in Fallen locken.

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Unspektakuläre Feinde

So liebevoll und detailverliebt die Helden auch designt sind, desto langweiliger wirken hingegen die Aliens. Diese erinnern meist an große blaue Käfer mit Laserknarren und haben mit ihrer K.I. nicht gerade das Gelbe vom Ei erhalten. Zwar können die Viecher auch Wache schieben und wie der Spieler von erhöhten Positionen aus das Gebiet erkunden, doch meist verhalten sie sich alle sehr ähnlich und laufen wunderbar in Fallen hinein. Sollte dem Spieler schließlich doch mal die Luft dünn werden (bzw. der Dampf ausgehen), sind auf der Karte Speichersäulen verteilt. Dort lässt sich nicht nur eine Partie zwischenspeichern, sondern auch Dampfwolken wiederaufladen und gestorbene Kameraden wiederbeleben. Besonders praktisch also, um zusätzliche Aktionen in einem Zug zu erhalten. Doch Achtung, die Dienste der Speichersäulen kosten Goldmünzen, welche auf den Schlachtfeldern eingesammelt werden können.

Conclusion

Mit Code Name: S.T.E.A.M. beweist der Entwickler einmal mehr wie ein gutes Runden-Strategie-Spiel auszusehen hat: Schickes Artdesign und charismatische Helden, verpackt in einer Comic-Präsentation. Der Kampf um das viktorianische London macht richtig Laune und ist für uns Hobby-Strategen mal wieder ein willkommenes Fressen auf Nintendos Handheld Konsole – und exklusiv auch nur auf dieser erhältlich.

CodeNameSTEAM_Packshot

Code Name: S.T.E.A.M. erscheint am 15. Mai 2015 exklusiv für den Nintendo 3DS. Weitere Informationen zum Spiel findet ihr auf der offiziellen Seite.

 



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