„Räuber und Gendarm“-spielen mit BATTLEFIELD HARDLINE

Review


„Räuber und Gendarm“-spielen mit BATTLEFIELD HARDLINE

Battlefield Hardline, so lautet der Titel des neuesten Ablegers von EAs beliebter Shooterserie. Doch so ganz kann das Konzept des „Räuber und Gendarm“-Spielens nicht überzeugen. Was mir besonders gut gefallen hat – und was gar nicht ging – erfahrt ihr in diesem Review.

In der Vergangenheit gab es ja bereits mehrere Einblicke in das unfertige Battlefield Hardline. Dass das Spiel damals noch unter einigen kleineren Kinderkrankheiten litt, ist wohl klar – immerhin handelte es sich hier um eine Beta Version. Doch erstaunlicherweise verlief der Launch (im Vergleich zum Vorgänger „BETAfield 4“) recht problemlos. Hardline punktet mit einem frischen Setting, vielfältigen Karten und abwechslungsreichen Spielmodi. Und genau diese Faktoren sind es nun einmal, die ein gutes Battlefield ausmachen. Zum Release bietet Hardline ganze sieben Spielmodi! – Weitere werden in diversen DLCs bestimmt folgen. Der erste Modus, auf den ich eingehen will, nennt sich Hotwire.

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Autos klauen im großen Stil

Neben den altbekannten Battlefield-Modi wie Team-Deathmatch und Conquest kommt der brandneue Hotwire-Modus mit ins Spiel, mein persönliches Highlight von Hardline. Hierbei handelt es sich um eine mobile Variante von Conquest. Mit „Mobil“ ist jetzt aber keineswegs die Einbindung von Smartphones, Apps oder dergleichen gemeint, sondern, dass die Flaggenpunkte beweglich sind. Genauer gesagt sind besagte Punkte diverse Luxuskarren bzw. Tanker, welche über die Karte gekurvt werden müssen. Einsteigen und stehen bleiben bringt allerdings keine Punkte, das Fahrzeug muss in Bewegung sein um Punkte zu generieren. Ein besonders beliebtes Vorgehen ist es, die Fahrzeuge schon vorab mit Sprengstoff zu versehen und sobald ein Feind einsteigt dieses hochzujagen. Solche Witzbolde dämpfen den Spielspaß natürlich ungemein aber das gab es in der Geschichte von Battlefield ja schon immer.

Ba-Ba-Banküberfall

Da ich an dieser Stelle Grundwissen voraussetze, werde ich die Varianten Team-Deathmatch und Conquest jetzt nicht im Detail beschreiben, Veteranen kennen sich aus. Also widme ich mich einem weiteren neuen Modus namen Heist – im Grunde genommen ein virtueller Banküberfall. Die Verbrecher müssen zunächst den Tresorraum stürmen und anschließend mit den vollgepackten Geldkoffern zum Fluchtpunkt vorrücken. Die Cops wollen dies natürlich verhindern. Klingt ja nach einer Menge Spaß à la Pay Day, gäbe es hierbei nicht einen gewaltigen Dämpfer zu vermerken: die Mitspieler. Verbarrikadiert man sich nämlich richtig im Tresorraum ist es nicht einfach – nein, nahezu unmöglich! – für die Verbrecher, die Kohle zu beschaffen.

Apropos Kohle: Ein weiterer Modus in den es ums liebe Geld geht ist Blood Money. Hier müssen beide Teams von einem zentralen Punkt die Knete zu ihrem eigenen Transporter karren. Da man wahlweise das Geld aus dem Transporter oder dem fixen Punkt entnehmen kann, bzw. erschossenen Geldträgern selbiges entreißen kann, wird es nie langweilig. Es gibt ein stetiges Hin und Her und das Blatt kann sich innerhalb von Sekunden wenden.

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CS in Battlefield

Die nächsten beiden Spielmodi erinnern ziemlich stark an den Klassiker Counter Strike. In Rettung müssen die Cops zwei Geiseln befreien und die Verbrecher dieses verhindern. In Fadenkreuz hingegen, muss ein Informant von den Cops auf einer Strecke geschützt werden, während die Verbrecher versuchen, eben jenen kaltzumachen. Beide Modi sind für jeweils zehn Spieler ausgelegt, also perfekt für kleinere organisierte Teams. Zufällig zugewiesene Mitspieler können hingegen den Spielspaß gewaltig dämpfen. Ganz besonders im Fadenkreuz-Modus gelingt es der Zielperson, welche computergesteuert ist, oftmals einfach zum Rettungspunkt durchzulaufen.

Von Klassen und Waffen

Neuerungen können wir auch bei den Klassen und den Waffen finden. Um den Mechaniker für Spieler attraktiver zu machen, hat dieser von den Entwicklern den mobilen Spawn Punkt bekommen, welcher früher beim Sniper zu finden war. Das hat den eigentlichen Zweck, dass der Mechaniker im Gegensatz zu den Vorgängern keinen Raketenwerfer mehr im Gepäck hat, sondern dieser auf der Karte verstreut zu finden ist. Das ist allerdings nicht so schlimm wie es klingt. Immerhin gibt es weitaus weniger Fahrbares als in den Vorgängern.

Panzer fehlen komplett und Fluggeräte gibt es maximal zwei pro Seite und davon auch nur Helikopter. So bleibt die Verbrecher/Cops-Hatz immer dynamisch. Doch auf der anderen Seite kann man sich als Spieler auch eine Stinger kaufen, sodass diese immer im Kofferraum eines Fahrzeugs zu finden ist. Sagte ich eben kaufen? Ja genau! Anders als in den Vorgängern müssen wir uns als Spieler nicht mehr umständlich durch alle möglichen Schießprügel zu unserer Wunschwaffe durchspielen, sondern können uns das gewünschte Schießeisen direkt mit Dollars freischalten!

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Conclusion

Battlefield Hardline macht einiges besser und manches schlechter als sein Vorgänger. Die Server laufen deutlich stabiler als zum Start von Battlefield 4 und auch die abwechslungsreichen Spielmodi sind eine Bereicherung. Mir persönlich fehlen die Panzer und Jets aber irgendwie schon und Veteranen vermissen dadurch den gewissen Touch eines klassischen Battlefield. Nichtsdestotrotz kommen hier alle Shooterspieler auf ihre Kosten und können sich auf etliche spannende Partien freuen.

Battlefield Hardline ist für PC, PlayStation 3 und PlayStation 4 sowie Xbox 360 und Xbox One erhältlich.



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