SPLATOON im Test: Nintendos Paintball-Shooter macht süchtig!

Review


SPLATOON im Test: Nintendos Paintball-Shooter macht süchtig!

Mit Splatoon steigt Nintendo erstmals selbstständig in das Shooter-Genre ein. Dass es sich dabei um eine „Kindervariante“ von Call of Duty / Battlefield handelt hemmt aber in keinster Weise den Spielspaß! Im Gegenteil: Anstatt den Bildschirm wie gewohnt in ein Blutrot zu tunken, fetzen wir in diesem Game mit kunderbunten Paintballs um uns und geben der Welt ein bisschen Farbe zurück!

Als ich Splatoon bereits vo zwei Jahren testen durfte, war ich wenig angetan. Es war schon eine Ehre so ein Projekt als einer der ersten zu besichtigen, aber meine Kritik viel harsch aus. Nintendo wollte es damals so, und ich habe mir kein Blatt vor den Mund genommen. Ein Jahr später ein weiterer Test auf der Gamescom: Vieles wurde umgekrempelt aber so richtig gefesselt hat mich der (Farb-)Spritzspaß noch nicht. Heute um 13.00 Uhr wurden die Server für einen internationalen Testfire geöffnet – ich habe eine Stunde gespielt und kann es nun gar nicht mehr erwarten, bis der 29. Mai endlich vor der Tür steht und Splatoon offiziell in den Handel kommt!

SplatoonTestfireSession

Färb’ die Map ein!

Zum Spiel: Zwei Teams aus sogenannten Inklings (wandelbare Menschenwesen, die zur Unterscheidung in zwei Farben getrennt sind) bekriegen sich auf einer Map. Ziel ist es, so viel von der Karte mit der eigenen Farbe einzufärben wie nur geht, binnen drei Minuten. Was sich jetzt nach Kindergarten anhört entpuppt sich als taktischer Shooter, denn natürlich kann der Gegner über deine Farbbereiche mit seiner eigenen drüberkleckern. Zur Auswahl stehen dem Spieler unterschiedliche Waffen/Paintball-Guns, die mit ihren jeweiligen Effekten besser bzw. schlechter zum reinen „Anhiasln“ (Anm. österreichisch für Anmalen) der Map geeignet sind, andere wiederum besser zum Ausmerzen der Spielfiguren des konkurrierenden Mannschaft. Von der „Maschinenpistole“ über das „Scharfschützengewehr“, hin zum Granatenwerfer und dem Flächenfärber ist alles dabei.

SplatoonTeamWeapons

Im Laufe der Zeit entleert sich freilich euer Farbtank, dann müsst ihr in einer eurer Farbpfützen baden gehen, indem ihr euch per Tastendruck in einen kleinen Tintenfisch verwandelt und die Magazine auflädt. Wer sich übrigens als Oktopus durch die Spielwelt bewegt ist erheblich schneller unterwegs, jedoch nur solange er/sie sich in Farbbereichen aufhält, die bereits mit eurer Teamfarbe eingefärbt wurden.

Wow, diese Server halten etwas aus!

Im Serverauslastungstest (dem Testfire), welcher nur heute an drei bestimmten Uhrzeiten durchgeführt wird, standen vier Waffen und zwei Maps (Bohrinsel Nautilus und Kofferfisch-Lager) zur Auswahl. Nachdem man ein wenig an seiner Spielfigur herumgeschraubt hat (Bestimmung der Augenfarbe etc.), ging es in ein kleines Tutorial, in dem die Steuerung und Spielmechanik erklärt wurde. Gespielt wird mit dem Gamepad der Wii U, wahlweise steuert ihr die Sicht durch neigen des Controllers, oder ihr schaltet in den Optionen auf die „klassische“ Shooter-Variante um, wo ihr mittels der Analogsticks Bewegungen und Sichtfeld koordiniert. Zweitere Variante war es, die ich damals sehr stark kritisiert habe: Ich bin nicht skeptisch gegenüber Neuem, und klar, die Features einer neuen Konsole wollen erst einmal gelernt werden, aber ich möchte mich nicht wie ein Depp durch das Wohnzimmer bewegen, während mein Blick zum Fernseher gerichtet ist und ich mich krampfhaft durch eine Spielwelt bewege. Ach ja: Ihr spielt aus der 3rd-Person-Perspektive! Die Shooter-übliche 1st-Person wird im Spiel nicht unterstützt!

SplatoonScreen01

Das wäre cool gewesen, so man das Spielgeschehen auf dem Gamepad verfolgt, ist aber nicht der Fall, da hier nur eine Übersicht der Map angezeigt wird. Somit müsst ihr euch mit Option#1 vor dem TV platzieren und in den freien Raum deuten um zu Zielen. War mir ein bisschen zu hecktisch, deswegen erfreute es mich umso mehr, dass die Classic-Variante ihren Weg ins Spiel gefunden hat. (Kann sein dass die Option auch bereits auf der Gamescom vorhanden war, dort wurde mir jedoch ausdrücklichst verboten die Sichtweise umzustellen! – Why Nintendo, why?)

Leider unausgeglichene Teams

Nach der Wahl der Waffe geht es eigentlich auch schon los. Per Zufallsgenerator werden acht Spieler zusammengewürfelt, die im 4-vs-4-Match die Knarren rauchen lassen. Hier macht sich leider jedoch schon ein Problem bemerkbar: Die Teams werden wirklich wahllos zusammengestellt. So ist es also durchaus möglich, in einer Mannschaft zu spielen, die ausschließlich as Snipern besteht, während dem anderen Team eine Überzahl an den hundgemeinen Klecksrollern zur Verfügung steht. Der Spielverlauf klappte überraschend flüssig, keine Session-Zusammenstellung dauerte länger als 30 Sekunden, bis entsprechende Spieler rund um den Globus zusammengetragen und aufeinander losgehetzt wurden. Dennoch: Hoffentlich wird am Balancing noch ein wenig geschraubt!

SplatoonMinigameLoading

Wer sich während der „Ladezeit“ beschäftigen will, kann ein kleines Minigame aktivieren. Hierbei gilt es, mit einem kleinen Titenfisch in einem Level auf Ebenen hochzuspringen, während von unten langsam Säure den Bildschirm füllt. Ziel ist es, das Ende der jeweiligen Stage zu erspringen. Der Fortschritt wird hier übrigens gespeichert, ihr müsst also nicht vor jeder Session wieder bei Null anfangen. In die finale Version werden meines Wissens nach auch noch andere Spielchen eingebunden, so z.B. ein Space Invaders-Klon.

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Im Game selbst gibt es keinen Teamspeak was Strategen ein bisschen sauer aufstoßen wird, jedoch ist es nicht zwingend nötig, da man ja auch mit gesundem Menschenverstand voranpreschen kann. Der Klecksroller färbt gigantische Flächen binnen kürzester Zeit ein, während Sniper ihm aus dem Hintergrund den Weg freihalten und die Gunner links und rechts alles Niederspritzen, was sich ihnen in den Weg stellt. Soviel eigentlich zum Spielprinzip, ich denke, ihr kennt euch aus?

Nach drei Minuten wird ein Blick auf die Map geworfen und ermittelt, welches Team mehr Flächen eingefärbt hat. Auch innerhalb der Teams werden Punktezahlen vergeben, so z.B. für das Killen von gegnerischen Spielfiguren und das Einfärben an sich. Außer dass dabei jedoch das Ego gepusht wird, wenn deine Figur Rundenbester ist, passiert nicht viel. Gut möglich aber, dass man im finalen Game Erfahrungspunkte oder Geld sammelt – immerhin kann man für seinen Charakter im spielinternen Shop ja auch neue Outfits kaufen.

SplatoonTestfireZeiträume

Heute habt ihr noch eine letzte Chance!

Diese Demo bzw. der Servertest wird nur heute, am Samstag, dem 9.Mai 2015, an drei unterschiedlichen Zeitpunkten für jeweils eine Stunde durchgeführt. Zwei von drei Sessions wurden schon abgehalten (um 5.00 Uhr früh und um 13.00 Uhr zu Mittag). Die letzte Runde gibt es von 21.00-22.00 Uhr. Ich rate allen Besitzern einer Wii U, sich noch schnell die Gratis-Version von Splatoon aus dem eShop zu laden, und um 21.00 Uhr einzuschalten, denn das Game macht verdammt viel Spaß!

SplatoonPackshots

Offiziell erscheint Splatoon am 29. Mai 2015 exklusiv für Ninendo Wii U. Wahlweise natürlich im Bundle mit der Konsole, oder im Set mit einem Amiibo. Ja richtig gelesen, auch die Funktion der Toy-2-Life-Figuren wird unterstützt, und eine eigene Linie an Spielzeugfiguren (bestehend aus einem männlichen und einem weiblichen Inkling, sowie einem Tintenfisch) kommt auf uns zu.

 



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