Auf den Spuren von Prince of Persia – Assassin’s Creed Chronicles: India

Review


Auf den Spuren von Prince of Persia – Assassin’s Creed Chronicles: India

Ubisoft schlachtet weiterhin ihr Lieblingskind aus! Mit der Assassin’s Creed Chronicles Reihe will man auch den Download Markt erobern. Bereits letztes Jahr im April, konnte man für knapp 10 Eypos, AC Chronicles: China aus den jeweiligen Stores saugen. Dabei setzen die Climax Studios, anders als bei den großen Brüdern der AC Franchise, auf ein eher traditionelles Plattform Gameplay in 2.5D.

In der zweiten und aktuellen Auskopplung geht es nach Amritsar/Indien. Wir schreiben das Jahr 1841. Ihr schlupft in die Rolle von Arbaaz Mir und müsst den Koh-i-Noor Diamanten zurückergattern, der ursprünglich im Besitz der Assassin Brotherhood war und in falschen Händen nicht ganz ungefährlich ist. Nebenbei müsst ihr Arbaaz‘ Mentor Hamid und seine Geliebte Prinzessin Pyara Kaur, beschützen.

Klar, die Story wird keinen Pulitzer gewinnen, was dem Spielspaß keinen Abbruch tut. Was allerdings negativ auffällt, ist die extrem langweilige Erzählweise in den Zwischensequenzen. Man hat irgendwie den Eindruck, dass die Sprecher auf der Straße aufgegabelt wurden und für 50€ die paar Zeilen eingesprochen haben. Die Sequenzen an sich, sind in sehr schön gezeichneten, leicht animierten Bildern dargestellt. Aber wie bereits erwähnt, langweilen die Stimmen so sehr, dass man diese eigentlich skippen möchte. Grafisch wurden die Chronicles von traditionellen Pinsel Gemälden inspiriert, die zum Beispiel im alten China des 13.Jahrhundert sehr üblich waren. Mir gefällts!

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Ganz nach dem Motto: Was dieser persische Prinz kann, kann ich schon lange – wird auch hier viel gesprungen und geklettert. Schleichen und Verstrecken steht ebenfalls ganz oben auf der Liste. Denn die bösen Wachen, sind stehts auf der Hut. Solltet ihr dennoch von einer entdeckt werden, ruft diese Verstärkung. So schnell könnt ihr gar nicht „Holy Shit“ sagen und ihr steht wieder am letzten Checkpoint. Besser man schleicht sich leise an und schaltet den Wachposten nichtsahnend aus. Ihr könnt diese auch in Truhen und Büschen verstecken, damit andere Wachen nicht auf den gekillten Kollegen aufmerksam werden. Natürlich gibt es auch Missionen die auf frontale Konfrontation aus sind. Da darf dann nach belieben gemetzelt werden … und das nicht ganz unblutig … und natürlich in typischer Assassin’s Creed Manier mit entsprechendem Style. Nützliche Gegenstände wie Rauchbomben und Wurfmesser helfen dabei unentdeckt zu bleiben oder Wachen abzulenken. Ebenso kann man mit Pfeifen, lästige Wachposten weglocken. Praktisch.

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In den meisten Levels, (bzw. Abschnitten in den Levels) gibt es mehrere Ebenen auf denen ihr euch bewegen könnt, was Strategen sehr freuen wird. So hat man viele Wege und Herangehensweisen wie man am besten zum Ziel kommt. Was auch notwendig ist, denn selten schafft man schwierige Passagen gleich beim ersten mal. Fragt meine Freundin, die hat mich selten so viel Fluchen gehört. Vor allem dann, wenn es um Zeit geht und jeder Sprung und Schwung richtig getimed sein muss, um nicht den Löffel abzugeben oder von Wachen entdeckt zu werden.

Fazit

In Zeiten von Unreal, Cry, Frostbite und anderen Engines, die grafische Blockbuster ermöglichen, sind solche Games eine willkommene Abwechslung. 80er und 90er Kinder werden sich hier wie zu Hause fühlen. Speziell was den Frustfaktor angeht. Mike Tyson’s Punch Out, Cannon Fodder & Abe’s Odyssey stehen ganz oben auf meiner Temporärtourette-Liste. Allesamt geile Games, aber Stellenweise extrem frustig! Klar soweit? Vielleicht kommt’s nur mir so vor, aber ich hatte schon lang kein Game mehr wo Spielspaß und pure Verzweiflung so nah beieinander liegen. Und ich mein das durchaus positiv. Ich hatte viel Spaß beim klettern, schleichen und meucheln auch wenn ich manche Stellen gefühlte dreißig mal wiederholen musste. Genau das ist der Punkt. Das Gameplay ist auf den ersten Blick zwar recht simpel, erfordert allerdings viel Geschick und deine volle Aufmerksamkeit. (explodierende Fallen anyone?) Man möchte ja gefordert werden, nicht? Parallelen zu Prince of Persia sind auf Grund der Architektur viel deutlicher als im China Ableger. Zufall? Wohl kaum, aber mein 7-jähriges Ich hat sich gefreut. Seid ihr mit dem Game durch, schaltet ihr zusätzliche Schwierigkeitsstufen frei – für Langzeitmotiviation ist somit ebenfalls gesorgt. Für 10€ bekommt man hier einige Stunden Spielspaß und nostalgisches Gameplay vom Feisten, in wunderschöner Optik. Was will man mehr?

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Next up: AC Chronicles: Russia – das schon diesen Februar erscheinen soll.

Danny Out



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