Gears Of War 4 ein wahres Kettensägenmassaker… und ich liebe es!

Review


Gears Of War 4 ein wahres Kettensägenmassaker… und ich liebe es!

Gears of War 4 hat lange auf sich warten lassen. Seit 11. Oktober dürfen Fans endlich wieder ran an die Ballerorgie. Da die Microsoft Studios das Erbe der Franchise an den Entwickler The Coalition abgeben haben, galt es in riesen Fußstapfen zu treten.

Epic hat die Messlatte bekanntlich sehr hoch gesetzt. Das erklärt vermutlich auch die ausgedehnte Wartezeit. Das Unterfangen war kein leichtes. Einerseits erwarten Fans, dass die DNA der Reihe intakt bleibt, andererseits wären Neuerungen ebenfalls nett. Ihr Gamerpack seid eben nicht leicht zufrieden zu stellen. 😉

Time Flies

Nicht nur die Entwicklung hat Zeit gefressen, auch im Spiel sind 25 Jahren vergangen seit Everbody’s Darling – Marcus Fenix, die hinterlistigen und hässlichen Locust auf dem Planeten Sera ins Oblivion geballert hat. In Gears of War 4 findet nun ein Generationswechsel statt … im doppelten Sinne. Das betrifft einerseits den bereits erwähnten Entwicklerwechsel, andererseits wird der einstige Held Marcus, von seinem ebenso kräftig gebautem Sohn JD abgelöst.

Gears of War 4: Marcus Fenix und JD Fenix

Und Fenix Junior vertreibt sich am liebsten die Zeit damit, indem er zusammen mit seinen Freundin Kait und Kumpel Del die neu geformte Regierung des kriegs- und klimagebeutelten Planeten beklaut. Die COG (Coalition of Ordered Governments) zieht mithilfe von Roboter-Drohnen Städte hoch, um den wenigen Überlebenden des Locust-Konflikts eine neue Heimat zu bieten. Die sogenannten Aussteiger und/oder Rebellen … oder wie ich sie gern nenne, die Hippies von Gears of War, leben außerhalb der Stadtmauern und das gefällt der COG ganz und gar nicht.

Never Change A Working System

Auf das Vertraute Cover & Shoot Prinzip wurde natürlich nicht verzichtet. Neu sind dabei kurz eingeblendete Pfeile, die einem mögliche Ausweichmöglichkeiten anzeigen, wenn man seine Stellung verlassen will, um woanders in Deckung zu gehen. Die Möglichkeit, Feinde in unmittelbarer Nähe hinterrücks aus ihrer Deckung zu zerren und sie dann mit dem Messer zu erledigen, ist ebenfalls neu sowie im Sprint automatisch über solche Hindernisse zu hechten, die eben sonst als Deckung dienen würden. Diese Neuerungen lockern das Gameplay etwas auf, ohne damit die gewohnte Balance zu stören. Das Waffenarsenal wurde ebenfalls aufgestockt, sollte also für den jeden Geschmack etwas dabei sein. Wenn es nach mir geht, ich bin mit dem Lancer und der Kettensägen-Option nach wie vor voll und ganz zufrieden. 🙂

Auch sonst bleiben die Entwickler der Serientradition treu. Die etwas repetitiven Stellungskämpfe gegen zahlenmäßig meist überlegene Feinde in Form von Regierungsrobotern und allerlei Monstern wechseln sich mit simplen, aber cool inszenierten Fahrzeugsequenzen und regelmäßigen Bosskämpfen ab.

Gears of War 4: Lancer-Kettensäge

 Multiplayer Gemetzel

Egal ob in den neuen Spiel Modi Dodgeball, Arms Race und Escalation oder Klassikern wie Team-Deathmatch und King of the Hill und dem Horde-Modus – Gears of War zeigt im Multiplayer erst was es drauf hat. Das neue Matchmaking-System soll dafür sorgen, dass man als Spieler auf gleich gute oder gleich schlechte Gegner trifft. Was durchaus Sinn macht. Ich kann mich an meine erste Online Erfahrung mit GOW erinnern und die war sehr ernüchternd. 😉 Ich sag nur Kanonenfutter. Der Online Koop wurde von 4 Spielern auf 2 reduziert, dafür unterstützt das Spiel Crossplay. Auf Wunsch erleben Xbox One Zocker die Kampagne sowie den Koop-Mehrspielermodus zusammen mit einem PC-Kollegen. Zudem kann man die digital gekaufte Spielkopie, dank Xbox Play Anywhere Geräte übergreifend, wahlweise auf der Konsole oder Windows-10-PCs spielen, wobei Spielstände jederzeit synchronisiert werden können. Immerhin …

Gears of War 4: Horde Mode 3.0

Gears mit kleinen Abstrichen

Gears of War 4 bietet die gewohnt geile Inszenierung, auch wenn die Grafik-Revolution früherer Teile ausbleibt. Atmosphäre, Soundtrack, Leveldesign lassen keine Wünsche offen. Die Kampagne sollte euch je nach Schwierigkeitsgrad und Spielstil, gute 6 bis 10 Stunden bei der Stange halten, wobei man im Koop Modus bestimmt mehr Spaß hat. GOW Veteranen werden allerdings den Tiefgang früher Teile vermissen. So ist diesmal alles etwas humorvoller ausgefallen. Nicht selten werden Sprüche geklopft und der „Ernst der Lage“ im Spiel eher selten wahrgenommen. Was etwas schade ist. Die alte Truppe war vielleicht zu grumpy, aber die Stimmung dementsprechend düster und beklemmend – GOW eben. Gears of War 4 schafft es nicht so ganz an den Bildschirm zu fesseln. Auch wenn ich mit der Kampagne und dem etwas lustigeren Ton nicht ganz warm geworden bin, kommt man als Fan nicht drum herum. Ich bin jetzt schon gespannt wie es weiter geht …

Danny Out



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