Bayonetta ist die Next Level Übertreibung die ich mir für die Nintendo Switch gewünscht habe!

Kürzlich hatte ich mit einem Kumpel eine Diskussion über die Zukunft der Nintendo Swich und ob er sich eine zulegen sollte. Einer seiner Hauptargumente, weshalb er sich keine zulegen wolle, ist das auf Nintendos Plattform zu wenige erwachsene Spiele existieren.
Und damit hat er gar nicht mal so unrecht. Das gilt besonders für von Nintendo selbst entwickelten oder veröffentlichte Spiele.

Dieses Problem war auch Big N scheinbar auch bewusst, weshalb sie auch vor fünf Jahren in die Bresche sprangen und Bayonetta 2 die notwendige Finanzspritze verpasst haben und somit das Spiel exklusiv für die WiiU veröffentlicht haben.
Jetzt bekommt Bayonetta 1 und 2 mit dem Nintendo Switch Port ein neues Zuhause, der die Zeit bis zum dritten Teil etwas verkürzen soll.

Zwischen Himmel und Hölle

Ich versuche die Handlung der beiden Spiel so schnell wie möglich, Spoiler-free zu beschreiben.
In Bayonetta 1 und 2 spielt man die Hexe, Bayonetta, die im ersten Teil ihr Gedächtnis verloren hat und im zweiten Teil eine Freundin aus dem Tiefen der Hölle retten muss. Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Viel wichtiger ist eigentlich die Welt, in der das Spiel einem versetzt. Oder besser gesagt WELTEN. In Bayonetta springt man eigentlich immer zwischen Himmel, Hölle und einer Dimension die Parallel zur Menschenwelt existiert.

Next Level Übertreibung

Bayonetta ist relativ einfach zu beschreiben: NON-STOP Action. Und was sich jetzt wie eine 08/15 Phrase, eines 80er Jahre Actionstreifen anhört, ist in beiden Spielen Programm. Von Sekunde eins, wirft das Spiel einem in eine so … Szene, die jeden Transformers Teil wie eine Dora The Explorer Episode wirken lässt.
Und damit einem in dieser Sequenz nicht fad wird, dient diese gleich als Tutorial wie man in dem Spiel schön Watschn (für alle Deutschen, Ohrfeige) verteilt.

Bayonetta beherrscht nicht nur die feine art, von “Watschn mit Füßen”, sondern mit Schwertern, Peitschen und viele weitere Waffen die man im Laufe des Spiels freischaltet.

Jeder der schon mal Devil May Cry, Streets of Rage oder Final Fight gezockt hat, findet sich in dem Spiel sofort zurecht. Man verprügelt eine Reihe an Gegner woraufhin sich eine magische Barriere öffnet, damit man im Level weiter voranschreiten kann. Und das geht das ganze Spiel so.
So hört sich das Gameplay ziemlich langweilig an. Ist es aber interessanterweise nicht. Das Kampfsystem und die gesamte Inszenierung hat einen gewissen UMPF!-Faktor, den man eigentlich nur von Kampfspielen wie Tekken oder Soul Calibur kennt.
Bei jedem Schlag, jedem Schwerthieb, jeder Pistolenkugel, die einem Gegner traf und meinen Kombo-Zähler in die Höhe schnellen ließ, verspürte ich die eine ähnliche Zufriedenheit wie bei einem K.O, bei einem der oben genannten Beat’em’ups.

Watschn mit Stil

Bei jedem Gegner den ich Grün und Blau geprügelt habe, jeder Boss sich mit mir angelegt hat und den Kürzeren gezogen hat, bei jedem Kombo, den ich perfekt ausgeführt habe, schwer zu schreibende Zufriedenheit. Und das, obwohl man in dem Spiel nicht blocken kann!
Stattdessen muss man gegnerische Angriffe ausweichen oder Kontern.
Hier ist eines ganz wichtig: Timing. Aber durch Audio und auch Visuelle hinweise, geht dies nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ziemlich locker von der Hand. Aber das ist nicht alles.

Sobald man einen Move erfolgreich ausweicht aktiviert man die sogenannte Witch-Time. Während der Witch-Time switcht das Gameplay in einen Matrix-Bullettime Modus und gibt einem ein paar Sekunden um den Gegnern Neo-Style den Garaus zu machen.

Bad Hair Day

Eines größten WTF Moment, die das Spiel zu bieten hat, sind ihre Klimax Moves (ja, ich weiß…).
Bei diesen Finishing Moves, beschwört die Dame Dämonen aus der Hölle mit ihren Haaren herbei, was die Sailor Moon-Style quasi nackt darstellen lässt.

Es hört sich wirklich absurd an, bei den ersten Malen sieht es auch absurd aus. Aber irgendwann habe ich diese Finishing Moves richtig zelebriert. Fast so wie in Mortal Kombat. Und wie in Mortal Kombat sind diese Moves ziemlich blutig.

2 mal 10 Stunden WTF

Abgesehen vom wirklich fetten Kampfsystem, finde ich am sympathischen an dem Spiel, dass es sich wirklich nicht ernst nimmt. Bayonetta und alle weiblichen Charaktere sehen wie die feuchten Träume eines 13-jährigen, voll pubertierenden Jungen aus. Wie sie sich bewegen, wie sie reden und was sie (nicht) anhaben. Alles ist so Over-The-Top und Übersexualisierung, dass es jeder der dieses Spiel (lt. USK) zocken darf, bewusst sein muss, dass nichts in dem Spiel ernst zu nehmen ist.

Und genau deshalb stehe ich so sehr auf Bayonetta 1 und 2. Wirklich solide Action-Kost, die mit einem Augenzwinkern daher kommt und sich nicht ernst nimmt. Aber dennoch ein ausgeklügeltes Kampfsystem und actiongeladenes Gameplay bietet.

Das die Nintendo Switch, beide Spiele im Doublepack bekommt und sowohl im TV- als auch im Portablen-Modus fast immer butterweich läuft, ist das Sahnehäubchen auf dem Kuchen, der sich Bayonetta und Bayonetta 2 für Nintendo Switch nennt.