Die Geschichte der Mii’s ist eine Geschichte, von der jeder einzelne etwas lernen kann. Besonders jetzt!

Die Anfänge der Mii’s reicht lange zurück. Sehr lange. Um genau zu sein, zurück ins Jahr 1986!

Wie alles begann

Nintendo-Mastermind, Shigeru Miyamoto,  wollte für das Famicom Disc Drive (ein extra Diskettenlaufwerk für das japanische NES), ein Spiel entwickeln, bei man mithilfe von einzelnen Bausteinen ein Gesicht  erstellen soll.

Länger als die Prototyp-Phase hat die Idee nicht überlebt.

Die Chefetage konnte sich kein Spiel darunter vorstellen und hat die Idee abgeschossen.

Pech gehabt

Fast Forward ins Jahr 1999. Nintendo veröffentlicht in Japan das 64DD. Hier handelte es sich (wieder) um ein extra Laufwerk bei dem wiederbeschreibbare Magnetdisks zum Einsatz kam.

Diesmal allerdings für das Nintendo 64.

Eines der Spiele, das speziell für das 64DD entwickelt wurde, war Mario Artist: Talent Studio. Das Spiel bzw. die App war Teil einer Reihe von Spielen, die man ganz klar als Nachfolger von Mario Paint auf dem SNES sehen kann.

In Talent Studio konnte man (richtig geraten) Avatare erstellen. Aber das war nicht alles. Diese Avatare konnten dann wiederum verwendet werden, um Bilder und kurze Filmchen auf dem Nintendo 64 zu erstellen.

Es war sogar möglich Bilder von der Gameboy Kamera zu importieren.

Leider war das 64DD ein herber Flop. Daraufhin wurde der globale Rollout des Laufwerks gestrichen und das 64DD komplett eingestampft.

Kein Recall

Weiter ins Jahr 2002. Nintendo stellt auf der E3 2002 erstmalig Stage Debüt vor und macht sich mit dem GameCube für den bevorstehenden Generationswechsel bereit.

Ein Creative Game, bei dem man (jup, richtig geraten) Avatare erstellen und animieren konnte. 
Es wäre wieder möglich gewesen Bilder zu importieren. Diesmal jedoch mit dem GameEye, der Kamera für den Game Boy Advance, der jedoch nie das Licht der Welt erblicken durfte.

Die Chefetage wusste wieder nicht, was sie mit dem Spiel anfangen sollten und stampften es wieder ein.

Neue Liebe, neues Glück

Man könnte meinen, dass Miyamoto danach das Handtuch geworfen und die Idee ein für alle Mal verworfen hat. Doch dann begann die Entwicklung einer neuen Konsole mit dem Codenamen Revolution, die wir Jahre später unter dem Namen Nintendo Wii kennenlernen durften.

Saturo Iwata, zu dieser Zeit Präsident von Nintendo, verkuppelte Miyamoto mit einem anderen internen Team, dass zu diesem Zeitpunkt an einem Avatar System für den Nintendo DS gearbeitet hat.

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Und was hat der Vater von Super Mario, Donkey Kong und Zelda getan? Er packte seine Sachen, setzte seine Aviator-Brille auf und zog mit dem CSI:Miami Intro von The Who, bei dem anderen Team ein. (Die Sache mit der Sonnenbrille und The Who habe ich frei erfunden. Cool wäre es aber sicher gewesen.)

Einige Monate später war es dann so weit. Nintendo dropt die Wii. Einer der vorinstallierten Apps war der Mii-Kanal. Ein integraler Bestandteil der Wii und allen weiteren Konsolen, die Nintendo seitdem veröffentlicht hat. Ein neues Markenzeichen für die Wii und Nintendo.

Aber hatte die Chefetage schlussendlich nicht recht? Was ist das Konzept? Was ist das Spiel?

Ganz einfach: Das Erstellen der Miis, war das Spielprinzip.

Jede der eine Wii hatte, kann sicherlich einen Abend nennen, an dem man mit Familie und Freunden vor dem Fernseher gesessen ist und stundenlang Miis zusammengebastelt hat.

Und was lernen wir aus der Geschichte? Aufgeben gibts nicht!

Es hat Shigeru Miyamoto, der Erfinder von so kleinen Spielmarken wie The Legend of Zelda, Donkey Kong oder Super Mario über 20 Jahre gebraucht, dass seine Idee umgesetzt wurde.

20 Jahre lang, ständig ein Nein zu kassieren oder vor eine Wand zu stehen, ist nicht leiwand. Hätte er öfters, das Handtuch werfen und den Kopf in den Sand stecken können? Ja. Hat er getan. Nein. Er hat es immer weiter versucht. Er hat verschiedene Dinge ausprobiert und sich von Freunden und Kollegen helfen lassen.

Meine Frage: Wer sagt, dass nicht auch DU, für Deine Ideen, Träume und Visionen, glauben, kämpfen und durchbeißen kannst? Wir leben in schwierigen Zeiten und werden öfters auf Maul fliegen. Aber es ist ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir wieder unbeschwerter leben können. Keine Frage. Aber es wird passieren. Und das nicht erst in 20 Jahren, sondern bald!