Du wachst auf, draußen ist es dunkel und/oder grau. Die Welt scheint im Chaos unterzugehen. Wahlen, Pandemie, vielleicht noch private und berufliche Probleme. Hallo Herbst-Depri. Wie sehr, habe ich dich nicht vermisst.
Und was hilft gegen schlechte Laune? Zocken (und andere Sachen, wie eine ausgewogene Ernährung, nicht toxische Menschen seiner Umgebung oder das eine oder andere Schäferstündchen. Aber das ist hier ein Gamerblog, …. wo war ich jetzt stehen geblieben? Ah, ja genau.

Jetzt, wo ich in meiner Einleitung, den Mood geschaffen habe, stellt dir mal vor, nach einem mühsamen Tag heimzukommen und dich physisch in eine andere Welt, ein andere Galaxy, ein anderes Leben zu teleportieren.
Was ich hier, vielleicht leicht übertrieben umschrieben habe, ist das, was ich mit Star Wars: Squadrons erleben durfte.

Versteht mich nicht falsch. Ich meine jetzt nicht unbedingt transformieren, wie in einen von diesen schlechten Werbespots, wo jemand erst in seinem Schlafzimmer und Sekunden später, auf einem T-Rex mit MGs bewaffnet reitend. Sondern eher emotional. Aber auch nur, wenn man sich darauf einlässt.

Star Wars: Squadrons 1

Mein falscher Erster eindruck

Star Wars: Squadrons ist ein interessantes Spiel. Keine Ahnung wieso, aber ich habe mir ein Spiel wie Star Wars Rough Leader: Rouge Squadron vorgestellt. Pfeilschnelle Weltraumschlachten-Arcade-action mit Star Wars Flair.
Bekommen haben wir ein Spiel, bei dem sich die Schiffe eher träge und schwer anfühlen. Und hier komme ich auf das, “wenn man sich darauf einlässt” zurück.
Ich habe mehrere Versuche gebraucht um mit Star Wars: Squadrons warmzuwerden. Mein Ersteindruck hat mir die restliche Experience ein wenig verdorben.

“So ein schaß!”, “Das Spiel ist ur zach”, “Gratulation, EA. Setzen, fetzen. Better luck next time!”*, der Grantler in mir, war in Fahrt. (*Das war die jugendfreie Version)

Nachdem ich mir, genüsslich einen Burger in die Figur geschoben habe und weniger auf Stress unterwegs, war und akzeptiert habe, dass dieses Spiel nichts mit der Rough Leader-Reihe zu tun hat, klickte es plötzlich. Das Regeln von Schub und Bremse, die Energieverwaltung, das genaue manövrieren eines Schiffes um doch durch die Öffnung zu kommen (ja, ich weiß wie sich das anhört). Es machte Sinn. Es machte Spaß!

Bis zu diesem Zeitpunkt, habe ich das Spiel aber nicht so gespielt, wie es gespielt werden sollte.

Star Wars: Squadrons 2

Das letzte VR-Must Have-Game dieser Generation.

Wenn ich davor gewusste hätte was für ein Gamechanger, der VR Mode sein würde, hätte ich früher meinen faulen Arsch erhoben, um die PlayStation VR-Brille zu entstauben und anzuschießen.
Klar, schon beim Reveal von Star Wars: Squadrons, war der VR-Modus immer DAS Highlight des Spiels. Vielleicht liegt es daran, dass ich zu oft von VR enttäuscht war. Vielleicht lag es daran, dass die letzten “vielversprechenden” VR Modi meist eher mau waren. Mich hat der VR Mode zwar interessiert, aber es war nicht das Zock-argument.
But, oh boy… was I wrong. Star Wars: Squadrons VR ergibt einfach Sinn. In “2D/nicht VR”, ist das Cockpit und auch andere Schiffe wahnsinnig detailliert und schön anzusehen. In VR, hatte ich das dringende Bedürfnis jeden Knopf zu drücken, jeden Hebel zu betätigen oder jedes nur so unnötige Lämpchen von der nähe zu begutachten.

Star Wars: Squadrons 3

Man ist wirklich mittendrin. Anders als im normalen Modus, achtet man eher nur darauf was, sich in der Mitte des Bildschirmes abspielt. In VR, ändert sich das. Der periphere Blick wird viel wichtiger. Nicht, dass es vom Spiel vorausgesetzt wird. Cool ist es aber trotzdem.

Star Wars aber nicht für jeden Fan.

Eigentlich fällt es mir selten schwer ein gutes Spiel, einer bestehenden Fanbase zu empfehlen. Aber Star Wars: Squadrons ist ein besonderer Fall. Das Spiel sieht wirklich gut aus, läuft wie IMMER mit butterweichen 60 fps, hat einen Star Wars-typischen epochalen Soundtrack und kann wirklich Spaß machen. Aber Dogfights ist nicht für jedermann. Das Spiel, sollte meiner Meinung nach in VR gespielt werden. Nicht jeder hat eine VR-Brille zu Hause herumliegen. Xbox One Spieler, haben überhaupt keine Möglichkeit den Modus zu spielen. Für Single Player ist das Spiel auch nicht wirklich gedacht. Mit ca. 10 Stunden ist die Single Player Kampagne durchgezockt.

Final Verdict

Wenn du ein Hardcore Star Wars Fan mit einem hochgezüchtetem PC inklusive VR-Headset oder PS4 mit einer PlayStation VR-Brille bist, der eher auf Multiplayer Games steht, dann kannst du dir das Spiel näher anschauen.
Alle anderen können sich das Spiel auch ansehen. Dabei müssen sie jedoch akzeptieren, dass sie das Spiel nicht ihn seiner optimalen Form erleben.